Not my cup of coffee

Ok, eigentlich ist heute schon Karfreitag. Das heißt, alles, was ich jetzt veröffentliche, wird von keiner Sau je gelesen. Denn jeder, der ein Blog befüllt und sich mal entsprechende Statistken angeschaut hat, weiß, dass das jeweilige Blog vor allem während der offensichtlich für viele Menschen äußerst langweiligen Arbeitszeit gelesen wird. Schon deswegen müsste eigentlich jeder Blogger auflachen, wenn die Sau vom Leistungsdruck mal wieder durchs Dorf getrieben wird. 

Egal. 

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Seltsame Terminierungen

Seit einiger Zeit sind, wohl dem privaten Bezahlfernsehen zuliebe, die Spielzeiten der 1. und 2. Bundesliga reichlich zerfleddert. In der 1. Liga gibt es regelmäßig ein Spiel am Freitag abend um 20.30 Uhr, fünf Spiele am Samstag um 15.30 Uhr, ein Spiel am Samstag um 18.30 Uhr, ein Spiel am Sonntag um 15.30 Uhr und ein weiteres Spiel am selben Tag um 18.30 Uhr. In der 2. Liga sieht es noch schlimmer aus, da verteilt es sich von Freitag bis Montag. Wer als Gnade der frühen Geburt noch gewohnt ist, dass alle zusammen samstags um 15.30 Uhr kicken, dem ist das ein einziges Greuel. Und den Stadionbesuchern auch, denn der Termin am Samstag Nachmittag ist eigentlich perfekt. Nicht zu früh, aber früh genug, um danach noch etwas zu unternehmen. Man fährt entspannt hin und hat anschließend noch einen ganzen freien Tag vor sich. Die anderen Spielzeiten haben immer mindestens einen gravierenden Nachteil. Gibt es wirklich so viele Fernsehzsuchauer, die sich außer dem Match ihrer Lieblingself noch für andere Begegnungen interessieren? Muss wohl so sein, wenn das Sky & Co. Geld wert ist. In England gibt es das schon länger.

Also nehmen wir das mal hin. Aber dann sollten die “falschen” Termine doch wenigstens einigermaßen gleich verteilt sein. Sind sie aber nicht. 

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Wo die Grenze wirklich liegt

Als interessierter Leser diverser Blogs und ehemaliger Liberaler begegnete mir schon lange ein schwer auflösbares Rätsel, das seit der Krise um die Ukraine immer deutlicher zutage tritt.

Blogs und Websites, die im normalen Tagesgeschäft nicht müde werden, allseitiges Staatsversagen anzuprangern und auf die Korrumpiertheit staatlicher Organisationen durch Auswüchse des “crony capitalism” und der Mehrheitsherrschaft hinzuweisen, mutieren plötzlich zu vehementen Anhängern staatlicher Machtausübung – bis hin zu zur unmittelbarst gewalttätigen Form, die wir kennen, den Krieg -, wenn es um außenpolitische Themen geht. Aus liberalen Kritikern werden plötzlich neokonservative Apologeten. 

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Praising Earl Klugh

Wenn es jemanden gibt, der für melodiöse Gitarrenstücke steht, dann Earl Klugh.

In diesem Konzert gibt er vor allem dem Flötisten und Saxophonisten Nelson Rangell jede Menge Raum und hält sich sehr zurück. Man merkt aber immer, dass es seine Präsenz ist, die das jeweilige Stück zusammen hält. Wer am Kamin mit seiner oder seinem Liebsten träumen möchte, ist mit Earl Klughs Albums immer gut bedient…

Liberale für Weitschussfreiheit

Aus dem Rückspiel im Achtelfinale der Champions League zwischen dem FC Bayern München und dem FC Arsenal blieb einigen Beobachtern vor allem eine sonderbare Szene in Erinnerung: Ein Spieler der Bayern, vielleicht Bastian Schweinsteiger, zog ca. aus 20 Metern aufs Tor des Gegners ab und handelte sich prompt einen Wutausbruch seines Trainers ein, worauf der das Spiel für den Sender “Sky” kommentierende Reporter vom Gerücht sprach, wonach Pep Guardiola seinen Spielern Weitschüsse verboten habe. Er bevorzuge es, so lange bis in den Strafraum durchzukombinieren, der Schuss ins Tor quasi der einzige Ausweg des zuletzt angespielten Stürmers sei. Eine Entscheidung, wie sie der Spieler Felix Magath 1983 im Finale des CL-Vorgängers “Pokal der Landesmeister” traf und die er selbst mal mit den Worten beschrieb “Ich wusste nicht wohin mit dem Ball, also habe ich ihn ins Tor geschossen”, wäre demnach für Kicker der Bayern neuerdings tabu. Ein Schweinsteiger oder Kroos hätten eben zu wissen, wo sie den Ball hinspielen sollen, nämlich zu einem Mitspieler, und das bis zum Abwinken oder bis einer ins Tor stolpert.

Man kann es sich nur durch die bekannte Schwächung der Hoeneßschen Autorität erklären, dass die Bosse der Säbener Straße ihrem vorwitzigen spanischen Gastarbeiter da nicht in die Parade fahren. 

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